Net’s Play!
Die Verpackung für Tischtennisschläger und -bälle mit integriertem Netz kommt von Pina Schmitz, Lara Thole, Sophia Reinecke und Wiebke Wendorff, die an der Fachhochschule Münster – Münster School of Design studieren.
Was die Jury begeistert: „Die Verpackung verwandelt sich mit wenigen Handgriffen in ein Tischtennisnetz. So bietet die ursprüngliche Verpackung einen richtigen Mehrwert und einen überzeugenden Zweit- beziehungsweise Zusatznutzen. Damit macht Net's Play spontane Bewegung und gemeinsames Spielen einfach – für alle, jederzeit und überall.“
Was die Studierenden sagen: „Die Idee zu Net's Play entstand während unserer Recherche nach Produkten mit verbesserungswürdigen Verpackungen. Dabei entdeckten wir Tischtennisschläger-Verpackungen, die viel Material, insbesondere Kunststoff, verwenden und bei denen das Netz separat gekauft werden muss. Durch die Arbeit an Net's Play haben wir unsere Begeisterung für Papier und Karton entdeckt. Es ist erstaunlich, wie vielseitig und gleichzeitig robust dieses Material ist. Besonders interessieren uns Verpackungen und Produkte, die über ihre eigentliche Funktion hinaus einen positiven Mehrwert schaffen.“
EASE
EASE ist ein funktionaler Schwangerschaftstest, der die Anwenderin durch eine klare Verpackungs- und visuelle Gestaltung vom Kauf bis zur Anwendung emotional begleitet. Er stammt von Fine Kleipa, Siri Brockfeld, Lisa Bahlinger, Lilly Blume und Moritz Hegemann, die ebenfalls an der Fachhochschule Münster – Münster School of Design studieren.
Was die Jury begeistert: „EASE denkt das Erlebnis eines Schwangerschaftstests völlig neu, indem die Verpackung zu einem intuitiven Begleiter wird. Die diskrete Verpackung vermittelt durch ihre Eigenschaften und Anleitungen emotionale Sicherheit.
Die Kartonverpackung führt Anwenderinnen durch jeden Schritt, dient während der Entwicklung des Testergebnisses als Halterung und ermöglicht anschließend eine unauffällige Aufbewahrung. Durch die Integration mehrerer Funktionen in einem einzigen Design reduziert EASE den Ressourcenverbrauch und bietet den Anwenderinnen zugleich Orientierung, Komfort und Sicherheit in einem der sensibelsten Momente des Lebens.“
Was die Studierenden sagen: „Die Idee für EASE kam an einem eher unerwarteten Ort: vor dem Schwangerschaftstest-Regal in der Drogerie. Im Austausch wurde uns schnell bewusst, dass die bestehende Auswahl die emotionalen Bedürfnisse der Verbraucher*innen komplett übersieht, sei es bei der Kaufsituation oder beim unpraktischen Handling. Die Verpackung von EASE besteht bewusst ausschließlich aus Papier bzw. Karton, ganz ohne Fremdmaterial und folgt damit unserem Anspruch an Nachhaltigkeit. Von Anfang an war es unser Ziel, die Verpackung nicht als bloße Hülle für einen Schwangerschaftstest zu verstehen, sondern als intuitiven Begleiter.“
OpenUp!
Das verwandelbare und wiederverwendbare Sixpack für Getränke wurde von Lena Peitzmeier, Michèle Brandt, Hanna Otte, Ines Dahlmann und Nicola Matuschak von der Fachhochschule Münster – Münster School of Design entwickelt und eingereicht.
Was die Jury begeistert: „OpenUp! verwandelt klassische Getränkeverpackungen in ein interaktives, soziales Erlebnis aus robustem, wiederverwendbarem Karton. Das markante, dreieckige Design vereint zwei unterschiedliche Zusatzfunktionen zur Förderung analoger Interaktion: ein Kronkorken-Wurfspiel und einen passiven Lautsprecher. Ein klares Farbsystem sowie intuitive Illustrationen direkt auf der Verpackung machen die Anwendung spielerisch einfach und verständlich. OpenUp reduziert die digitale Ablenkung durch Handys und zeigt, wie Verpackung durch ein cleveres Zweitnutzungskonzept echte Begegnungen und Nachhaltigkeit gleichermaßen fördern kann.“
Was die Studierenden sagen: „Während der Entwicklung unseres Projekts haben wir uns gefragt, wie eine Verpackung Menschen nicht nur ein Produkt, sondern auch ein gemeinsames Erlebnis bieten kann. Dabei ist uns aufgefallen, dass viele Treffen heute von Handys geprägt sind. Das war ein Problem, mit dem wir uns alle und auch viele Leute aus unserem Umfeld identifizieren können und welches wir gerne lösen wollten. Daraus entstand die Idee, eine Verpackung zu entwickeln, die einen Anlass schafft, miteinander zu spielen, zu reden und einfach gemeinsam Zeit zu verbringen. Dabei war uns besonders wichtig, dass man bewusst miteinander interagiert und das ganz ohne Medien. Am meisten begeistern uns Verpackungen, die kreativ gedacht sind und nach ihrem eigentlichen Zweck nicht einfach im Müll landen.“
EcoTrace
EcoTrace ist eine Software, die eine KI-gestützte CO₂-Bewertung auf Basis eines Fotos der Lebensmittelverpackung bietet. Entwickler ist Lennart Standtke, der an der Hochschule Neubrandenburg seinen Master of Science im Bereich Food Chain Environment macht.
Was die Jury begeistert: „Mit EcoTrace wird die ökologische Bewertung von Lebensmittelverpackungen revolutioniert: Aus wenigen Fotos entsteht in Sekunden eine transparente CO₂-Ökobilanz. Die prämierte Innovation verbindet Künstliche Intelligenz, wissenschaftlich validierte Lebenszyklusanalyse und hohe Praxistauglichkeit zu einer bezahlbaren Lösung für kleine und mittlere Unternehmen. Damit schafft EcoTrace die Grundlage für nachhaltigere Verpackungsentscheidungen und unterstützt Unternehmen bei den steigenden Anforderungen der europäischen Verpackungsverordnung.“
Was der Studierende sagt: „Die Verpackung trägt ja bereits alle Informationen, die für eine CO₂-Bewertung nötig sind – Zutatenliste, Mengenangaben, Verpackungsmaterial. Während meines Masterstudiums kam mir die Idee, dieses vorhandene "Datenblatt" einfach per Foto auszulesen, statt es manuell zu erfassen und daraus automatisiert eine Ökobilanz zu erstellen, wie sie sich kleine und mittlere Lebensmittelhersteller sonst kaum leisten können. Als nächster Schritt soll die automatische Klassifikation von Verpackungsmaterialien inklusive Rezyklat-Varianten und Recyclingfähigkeit weiter ausgebaut werden. Daneben wollen wir die Datenbasis über eine vollwertige ecoinvent-Anbindung verbessern. Mich interessiert besonders, wie stark sich Verpackungsentscheidungen – Materialwahl, Rezyklatanteil, Verbundstoffe – konkret auf den CO₂-Fußabdruck eines Produkts auswirken und wie wenig das bisher für Hersteller sichtbar gemacht wird.“