Seit Mai 2026 erprobt Tchibo gemeinsam mit dem Mehrwegspezialisten circolution ein Pfandsystem für lose Kaffeebohnen in Österreich. In den 33 teilnehmenden Filialen in Wien und Graz können Kunden Bohnen in Edelstahldosen für 250 oder 500 Gramm abfüllen lassen. Das Pfand beträgt 3 Euro für die Dose und 1 Euro für den Deckel. Bei der Rückgabe in einer teilnehmenden Filiale erhalten die Kunden das Pfand zurück. Die Dosen werden anschließend gereinigt und wiederverwendet. Die Mehrwegdose soll zugleich als Verpackung und Aufbewahrungsgefäß dienen und bei Bedarf in den Kreislauf zurückkehren. Mindestens 50 Umläufen sollen dabei möglich sein.
Über die bisherigen Erfahrungen berichtete Robert Stein, Head of Packaging, Capsules & New Materials bei Tchibo, beim Österreichischen Verpackungstag am 1. Oktober 2026 und im Interview mit FACHPACK360°.
Edelstahl für Aromaschutz, Stabilität und Optik
Im Pilotprojekt will Tchibo nach Steins Worten prüfen, ob sich Mehrweggebinde als praktische Alternative zur Einwegverpackung eignen.
Bei der Materialwahl standen Aromaschutz und mechanische Belastbarkeit im Mehrwegkreislauf im Vordergrund. Edelstahl ist formstabil und schützt den Kaffee vor Licht, Sauerstoff und Wasserdampf. „Für den Aromaschutz ist aber nicht allein das Material des Dosenkörpers entscheidend: Auch die Deckel müssen zuverlässig schließen. Zudem muss die Dose für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet sein und sich wiederholt reinigen lassen“, erläutert Stein.

