Die Investition in eine neue Verpackungsmaschine oder eine komplette Verpackungslinie ist eine langfristige Entscheidung. Umso wichtiger ist es, Anforderungen sorgfältig zu definieren: Welche Produkte und Formate sollen verpackt werden? Welche Verpackungsmaterialien kommen zum Einsatz? Welche Leistung und welcher Automatisierungsgrad sind erforderlich? Lässt sich die Anlage problemlos in die vorhandene Peripherie integrieren? Kann die Maschine auch neue Formate, Materialien und veränderte Produktionsmengen bewältigen? Wer diese Punkte vor der Ausschreibung nicht ausreichend klärt, riskiert eine Anlage, die zwar den aktuellen Bedarf deckt, aber schon nach wenigen Jahren an ihre Grenzen stößt.
Das Lastenheft ist das klassische Instrument, um eine solche Entscheidungsbasis zu schaffen. Darin beschreibt der Auftraggeber seine Anforderungen und das gewünschte Ergebnis. Es bildet die Grundlage für die Ausschreibung, die Kommunikation mit potenziellen Lieferanten und die anschließende Bewertung der Angebote. Maschinenbauer und Zulieferer entwickeln darauf aufbauend im Pflichtenheft oder im Angebot konkrete technische Lösungen. Auf diese Weise lässt sich eine komplexe Beschaffungsaufgabe strukturieren und zwischen mehreren Anbietern vergleichbar beschreiben. Was sollte es an diesem bewährten Prozess auszusetzen geben?



