Regionale Unterschiede bei globaler Zielrichtung
Gleichzeitig bot der WorldStar einen Einblick in die unterschiedlichen globalen Ansätze. „Der Wettbewerb gibt uns eine globale Momentaufnahme davon, wie sich Verpackungsinnovationen in unterschiedlichen Regionen und Kulturen entwickeln“, sagte Atallah.
In Europa beeinflussten beispielsweise Nachhaltigkeit und Vorgaben zur Kreislaufwirtschaft die Innovationen stark. Viele Einreichungen konzentrierten sich auf Recyclingfähigkeit, Monomaterial-Strukturen, reduzierten Kunststoffeinsatz, Nachfüllsysteme und die Verringerung des CO₂-Fußabdrucks – maßgeblich getrieben durch sich weiterentwickelnde EU-Regulierungen und Verbrauchererwartungen.
„In Asien sehen wir häufig einen sehr starken Fokus auf Technologie, Präzision, Premiumisierung, Convenience und hochoptimiertes Strukturdesign. Asiatische Unternehmen passen Verpackungen außerdem extrem schnell an neue Handelstrends und veränderte Lebensstile an“, erläutert Atallah.
In Nordamerika werde Innovation oft durch das Wachstum des E-Commerce, die Convenience-Kultur, verzehrfertige Produkte und logistische Leistungsfähigkeit geprägt. „Wir sehen dort viele starke Lösungen in den Bereichen Transportverpackung, Funktionalität und Optimierung für Direct-to-consumer-Modelle“, sagt die Koordinatorin.
Besonders beeindruckt zeigte sich Atallah von Regionen wie dem Nahen Osten, Afrika und Lateinamerika, die weiterhin mit äußerst kreativen und wettbewerbsfähigen Lösungen aufwarten würden, die teilweise unter deutlich schwierigeren Bedingungen entwickelt worden seien. „Diese Einreichungen verbinden häufig starke Markenwirkung, Funktionalität, Flexibilität und Kostenoptimierung und integrieren zugleich schrittweise Nachhaltigkeitsaspekte“, so Atallah.
Sehr ermutigend sei heute, dass Nachhaltigkeit zu einer gemeinsamen globalen Richtung geworden sei. Die Ansätze könnten sich je nach Infrastruktur, Regulierung und Marktreife von Region zu Region unterscheiden, doch das Engagement für nachhaltigere Verpackungssysteme sei weltweit klar sichtbar.
Ausblick auf den WorldStar 2027
Abschließend betonte Atallah mit Blick auf die Zukunft: „Für mich persönlich war es nach mehreren Jahren der Arbeit an WorldStar wahrscheinlich einer der eindrücklichsten Aspekte dieser Ausgabe, zu sehen, wie diese globale Gemeinschaft trotz allem, was um uns herum geschieht, mit so viel Leidenschaft und Zuversicht weiter wächst.“
Kurz nach der Preisverleihung beginnt bereits die nächste Runde: Die Einreichungsphase für den WorldStar 2027 soll offiziell am 20. Juli 2026 starten.