Leergut kommt in PETCYCLE-Kästen zurück
PETCYCLE hat vor einem Vierteljahrhundert beide Ideen zu einem neuen System kombiniert. Das Prinzip geht so: Die Kunden geben die Flaschen sortenrein in den PETCYCLE-Kästen zurück. Das Leergut wird jedoch nicht wieder befüllt, sondern zu PET-Flakes zerkleinert, gewaschen und lebensmitteltauglich aufbereitet. Aus den Preforms werden im Ofen neue Flaschen geblasen. So werden die PET-Flaschen zwar wie im Einwegsystem nur einmal genutzt, sie können aber in diesem Bottle-to-Bottle-System theoretisch unendlich oft wiederverwendet werden. Der Vorteil: Der hochwertige Werkstoff landet weder im Ausland noch wird er verbrannt oder zu Verpackungen für Putzmittel, Kosmetik oder Textilien down-gecycelt. Fossile Rohstoffe und Treibhausgase lassen sich so einsparen.
„Die Pionierleistung bestand darin, auf die bestehenden Strukturen im Handel und Getränkefachgroßhandel zu setzen, die bestehenden Einkaufsgewohnheiten für Getränke im Kasten zu nutzen und daraus das PETCYCLE-System zu entwickeln – nämlich die PET-Kreislaufflasche mit Mehrwegkasten“, sagt Wolff. Die Rechnung ist aufgegangen, denn die Deutschen gehören in diesem Bereich zur Weltspitze: 98 Prozent von ihnen recycelten ihr Leergut und profitierten dadurch vom Pfandsystem, heißt es.
Die PETCYCLE-Flaschen unterscheiden sich von den anderen durch einen acht- beziehungsweise zwölfeckigen Ring am Flaschenhals, ein Identifizierungsmerkmal im Rücknahmeautomaten, sowie durch ein schwarz-grünes Logo. Die Kästen zirkulieren im Durchschnitt 100-mal. Damit erreicht das Unternehmen eine vorbildliche Ökobilanz.
Das Mehrwegkasten-Prinzip reduziert zudem schädliche Umwelteinflüsse, da viele Abfüller die Kisten im Pool verwenden. Dank solcher Netzwerke entfallen lange Transportwege. All dies führt dazu, dass die PETCYCLE-Methode keinen größeren ökologischen Fußabdruck hinterlässt als Mehrwegflaschen aus Glas.