Faltschachteln
Die Faltschachtelindustrie spürt nach wie vor die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Volle Lagerbestände und eine inflationsbedingte Konsumzurückhaltung sorgen für unterausgelastete Produktionskapazitäten. Christian Schiffers, Geschäftsführer des FFI Fachverbands Faltschachtel-Industrie e.V., sieht zudem Herausforderungen bei der Rekrutierung von Auszubildenden und dem Fachkräftemangel.
Die 101 an das Bundesamt für Statistik meldenden deutschen Faltschachtel-Unternehmen produzierten 2023 rund 884.000 Tonnen, was ein Minus von 6,2 Prozent gegenüber den rund 943.000 Tonnen in 2022 darstellt. Beim produzierten Wert fiel der Rückgang mit -1,3 Prozent, von rund 2,2 Milliarden Euro in 2022 auf 2,16 Milliarden Euro in 2023, dagegen deutlich geringer aus. Nach Angaben der European Carton Makers Association (ECMA) steht Deutschland in Europa für 17,9 Prozent der produzierten Faltschachteln.
Flexible Verpackungen
Die Geschäfte der Hersteller von flexiblen Verpackungen aus Papier und Folie litten im ersten Halbjahr 2024 unter der schwachen Konjunktur. Der Gesamtmarkt für flexible Verpackungen aus Papier und Folie in Deutschland summierte sich 2023 auf rund 2,2 Milliarden Euro. Das ist gegenüber den 1,92 Milliarden Euro des ersten Corona-Jahres 2020 ein Anstieg um immerhin 14,6 Prozent. Nach Zahlen des FPE stiegen die Preise im ersten Quartal 2024 im Vergleich zu Ende 2023 für fast alle flexiblen Verpackungsmaterialien leicht an. Sie liegen aber noch immer durchweg deutlich unter dem Niveau von Anfang 2023.