Der Verschluss bleibt integriert
Da für die Einstufung als Einwegkunststoff kein Mindestgehalt an Kunststoff erforderlich ist und es keine Ausnahme für biobasierte und biologisch abbaubare Kunststoffe gibt, musste Smurfit Kappa eine integrierte Lösung für die bestehenden Behälter entwickeln. Der Vitop Uno verfügt nun über zwei Seitenklappen, die auch nach der Öffnung des Behälters nicht von ihm entfernt werden. Der Verschluss werde bei der ersten Nutzung deaktiviert, bleibe aber integriert und wirke sich nicht auf die Nutzung der Bag-in-Box-Verpackung aus, heißt es von Seite des irischen Unternehmens.
Durch die feste Verbindung sei das Risiko einer umweltschädlichen Entsorgung, wie sie bei abnehmbaren Verschlüssen bestehe, ausgeschlossen. Die feste Box und der Beutel könnten voneinander getrennt und den jeweiligen Recyclingverfahren zugeführt werden. Mit dem neuen Verschluss bestehe die Möglichkeit einer vollständigen Umstellung auf Monomaterial. Dadurch könne er im flexiblen Polyethylen-Kreislauf recycelt werden, erklärt Didier Pontcharraud, CEO von Vitop.
Hohe Nachfrage nach Recycling-Lösung
„Das Recyling von Bag-in-Box wird von unseren Kunden heutzutage mit am stärksten nachgefragt“, sagt Thierry Minaud, CEO von Smurfit Kappa Bag-in-Box. Ziel sei es, den Kunden eine nachhaltige Lösung zu bieten, mit der das Recycling in hohen Stückzahlen in diversen Ländern möglich sei. Nach einer ersten Testphase mit der neuen Lösung im vergangenen Jahr in Frankreich, Spanien und Schweden, hat Smurfit Kappa im Frühjahr den Verkauf europaweit und auch in Deutschland gestartet. Hierzulande gehörten einige der größten Weinabfüller zu den Kunden, teilt das Unternehmen mit. Die Nachfrage sei bereits zu spüren, da sich Kunden zunehmend mehr Nachhaltigkeit wünschten.