Keynote von Bundesministerin Steffi Lemke
Prominenteste Rednerin des dvi-Kongresses, dessen Premium-Partner die FACHPACK ist, war Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Bündnis 90/Die Grünen), die die Trilog-Einigung als „eine hervorragende Nachricht“ bewertete. „Die Bundesregierung konnte alle ihre Forderungen im Trilog durchsetzen“, sagte sie. „Uns war wichtig, dass das gut etablierte deutsche Mehrwegsystem im neuen Rechtsrahmen bestehen bleibt. Das Trilog-Ergebnis ist ein Kompromiss, aber es ist ein guter Kompromiss. Eine nicht perfekte Verordnung ist besser als keine Verordnung“, so die Umweltministerin. In Richtung FDP sagte sie, es wäre fahrlässig, dies aufs Spiel zu setzen. Es gehe nicht darum, über „kleine Zuckertütchen zu reden“, sondern die systematischen Veränderungen in Gang zu bringen. Die Nachfrage nach Sekundärrohstoffen müsse angekurbelt werden, und das reiche Europa habe eine Vorbildfunktion: Es könne zeigen, dass und wie Nachhaltigkeit funktioniert. Sie warne davor, dass Kinde mit dem Bade auszuschütten. „Auch Plastikverpackungen machen an vielen Stellen Sinn“, erklärte sie. Und auch wenn Lemke ihren Kaffee immer noch am liebsten aus der Porzellantasse trinkt, habe sich die Konsumgewohnheiten in den vergangenen 30 Jahren stark gewandelt und dies wirke sich auf die Verpackungen aus.