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27. - 29. September 2022 // Nürnberg, Germany

FACHPACK Newsroom

Kunden erwarten ein Gesamtpaket

Porträt von Jörg Schebetka
Transition in Packaging
© Koch-Pac-Systeme

Der Sondermaschinenbauer KOCH Pac-Systeme ist darauf spezialisiert, maßgeschneiderte Lösungen für unterschiedlichste Kunden anzubieten. Doch das Gesamtpaket umfasst weit mehr als nur eine schlüsselfertige Maschine.

KOCH Pac-Systeme ist als Unternehmen der Uhlmann-Gruppe Teil eines schlagkräftigen Teams, das sich vor dem globalen Wettbewerb nicht scheuen muss. Gleichzeitig hat sich das Unternehmen aus dem Schwarzwald den KOCH-Spirit erhalten, der sich durch Bodenständigkeit und Innovationsgeist auszeichnet, wie Jörg Schebetka das Unternehmen beschreibt, in dem er für das Marketing und die Unternehmenskommunikation verantwortlich ist.

Obwohl die Kernkompetenz von KOCH Pac-Systeme seit jeher im Bereich der Blisterverpackungen liegt, versteht sich der Maschinenbauer als Lösungsanbieter, der den Gesamtprozess begleitet, wie Schebetka betont: „Unser Service fängt beim Design der Verpackung an, geht über die Präsentation einer Maschinenlösung bis hin zur weiteren Abwicklung der Supply Chain.“ Geleistet wird das durch ein umfangreiches Netzwerk, in dem der Verpackungsmaschinenbauer auf Partner mit entsprechenden Erfahrungen zurückgreifen kann. „Auch unsere Kunden legen sehr viel Wert auf Partnerschaft und Vertrauen. Da ist es wichtig, eine umfassende Kompetenz bieten zu können“, weiß Schebetka.

Zwar entwickelt das Unternehmen maßgeschneiderte Lösungen, diese eignen sich laut Schebetka aber durch ihre Flexibilität für verschiedenste Anwendungen und Materialien. Unterschiedliche Verpackungsformate und -materialen für Konsumgüter, Healthcare-Produkte und Kontaktlinsen lassen sich so problemlos in die passende Schale werfen.

In den jeweiligen Anwendungsfeldern gibt es Experten im Unternehmen, die die Bedürfnisse der Kunden bestens kennen – das gilt ganz besonders, wenn nachhaltige Lösungen gefragt sind. „Innerhalb der Gruppe haben wir Projekte ins Leben gerufen, die sich stark mit diesem Thema befassen – dadurch konnten wir bereits viel Know-how generieren“, so Schebetka. Aufgrund der steigenden Nachfrage hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren stark in alternative Verpackungen investiert, kann aber auf eine lange Erfahrung zurückgreifen. „Wir haben bereits in den 1990er-Jahren cyclePac®-Verpackungen aus Karton auf den Markt gebracht. Das ist für uns heute ein Glücksgriff, denn so können wir problemlos Verpackungen ohne Kunststoff anbieten“, so Schebetka.

Papier ergänzt Kunststoffe

Die Entwicklungen gehen aber weiter und inzwischen ergänzt eine ganze Reihe umweltgerechter Verpackungslösungen das Sortiment. „Das ermöglicht dem Marketing unserer Kunden enorme Gestaltungsfreiheit. In unserer cycle-Family finden sich für die meisten Kunden und Anwendungsfälle eine passende Verpackung“, berichtet Schebetka. Ein Familienmitglied aus dieser Produktgruppe wird auch auf der kommenden FACHPACK eine besondere Rolle spielen: cycleForm®.

Bei dieser mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichneten Verpackungsvariante kommt Fasermaterial biologischen Ursprungs zum Einsatz. Das Formen von Papier ist eine Gemeinschaftsentwicklung von KOCH und der Technischen Universität Dresden und verbindet die Vorteile des Tiefziehens mit jenen von Papier. Die Kunden profitieren dabei von einer Technologie, die stetig weiterentwickelt und in Nürnberg erstmals den Kunden live präsentiert wird.

Ein weiteres Beispiel aus dem wachsenden Portfolio umweltgerechter Verpackungen sind Blister aus nachhaltigen Folien, komplett oder zu einem hohen Prozentsatz aus Recyclingmaterial oder biobasiert. Diese Folien lassen sich entweder in den Wertstoffkreislauf rückführen oder sind biologisch abbaubar.

„Doch auch konventionelle Kunststoffverpackungen werden nach wie vor gebraucht. Denn aus Sicherheits- und Hygienegründen ist das Material in vielen Fällen unbedingt notwendig. Dabei gilt es aber ganz klar, die Folienmengen und -verschnitt zu reduzieren“, erklärt Schebetka.

Reduzierter Folienverbrauch und perfekt verschlossene Blister erreichen die Verpackungsentwickler aus dem Schwarzwald beispielsweise durch Siegeln mit Hilfe von Ultraschallschweißen. Mit diesem Verfahren lassen sich deutlich schmalere Siegelkanten realisieren. Zudem können Form- und Siegelmaterial identisch sein, die Verpackung lässt sich dann direkt und ohne umständliches Trennen der Bestandteile dem Recyclingprozess zuführen.

Intelligente Schnittverfahren sorgen außerdem bei definierten Produkten für eine deutliche Materialeinsparung. „Je nach Verpackungsform wählen wir das passende Verfahren aus und sorgen zudem durch optimales Ausnutzen des Maschinenformats dafür, dass im Prozess nur sehr wenig oder sogar kein Folienabfall entsteht“, erläutert Schebetka.

Intelligente Maschinen als Schlüssel für mehr Nachhaltigkeit

Schlussendlich geht es KOCH aber auch um die Maschinenlösungen: „Hier muss man nach Optimierungsmöglichkeiten suchen und bestehende Lösungen zu hinterfragen: Lässt sich der Energieverbrauch verringern? Gibt es Einsparpotenziale bei der Technik? Diese Dinge gehen wir proaktiv an.“ Hier gelte bei KOCH der Grundsatz: Je produktiver eine Verpackungsmaschine, desto nachhaltiger und geringer der Ressourceneinsatz an Energie und Materialien.

Die Maschinen sind für KOCH heute aber häufig nicht mehr der Hauptgrund für einen erfolgreichen Auftrag. Die Kunden erwarten ein Gesamtpaket, das nur mithilfe von Digitalisierungstools geleistet werden kann. „Das umfasst Aspekte wie die vorausschauende Wartung und einen angeschlossenen Ersatzteilshop, damit Teile noch vor dem Ausfall nachbestellt werden können“, so Schebetka.

Mit Blick auf die Verpackungsmaschinen der Zukunft erwartet Schebetka gerade bei den Themen Energieeinsparungen und Effizienz noch einige Entwicklungen: „Schon alleine mit Blick auf Gas- und Strompreise wird dieses Thema immer wichtiger.“ Möglich wird das durch die immer intelligenter werdenden Steuerungen der Maschinen. Das macht sich auch im Hinblick auf die Flexibilität bezahlt. Unterschiedliche Materialien und Verpackungsformate auf einer Maschine zu verarbeiten sei schon heute möglich, doch Schebetka erwartet hier noch eine starke Dynamik.

Auf den aktuellen Stand der Entwicklungen von KOCH können die Besucher der FACHPACK im September gespannt sein. „Die FACHPACK ist im Jahr 2022 die wichtigste europäische Messe für uns. Die Messe hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen und war selbst im Corona-Jahr 2021 ein Erfolg für uns“, berichtet Schebetka.

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