25. - 27. September 2018 // Nürnberg, Germany

Druckansicht einstellen

Welche Informationen sollen in der Druckansicht angezeigt werden?

Druckansicht erstellen
Produkt vergrößern LOGO_Roboter als Alleskönner

Roboter als Alleskönner

LOGO_Roboter als Alleskönner

Roboter als Alleskönner

Infos anfordern Infos anfordern

Kontaktieren Sie uns

Bitte geben Sie Ihre persönlichen Informationen und Ihren Terminwunsch an. Gerne können Sie uns auch eine Nachricht hinterlassen.

Ihre persönlichen Informationen

Ihre Nachricht an uns

Ihr Terminwunsch während der Messe

* Pflichtfelder, die von Ihnen eingegeben werden müssen.
Senden
Ihre Nachricht wurde erfolgreich versendet.

Sie möchten mehr Möglichkeiten und Vorteile der Plattform nutzen? Dann loggen Sie sich bitte ein – oder registrieren Sie sich gleich hier.

Es ist ein Fehler aufgetreten.

Da lacht die Kuh

                        ... und der Fachmann wundert sich

Die Normandie im Nordwesten Frankreichs ist eher bekannt für die Produkte der Weidewirtschaft und die Erzeugnisse der Apfel-Veredelung. So kennt jeder erwachsene Franzose den Cidre oder den Calvados, und jedes Kind kennt die rote lachende Kuh auf den runden Käsepackungen („La vache qui rit“). Weniger auffällig wurde dieser relativ dünn besiedelte Landstrich Frankreichs durch Produkte der Hochtechnologie bzw. intelligente Lösungen im Materialfluss.

Umso mehr verwundert es, von einer Installation zu hören, die ein internationaler Hersteller von winzigen funktionalen Kunststoffteilen zusammen mit der Firma RO-BER Industrieroboter GmbH aus Kamen realisiert hat.

Wie kam es dazu? Aus ‑ sagen wir ‑ historischen Gründen existiert auf dem „platten Land“ der Normandie ein größerer Industriebetrieb, der spezielle Kunststoffkomponenten spritzt und zu Funktionseinheiten zusammensetzt. Dies geschieht auf ca. 40 Montagelinien, an deren Ende Kartons befüllt werden und die an 6 Tagen in der Woche rund um die Uhr betrieben werden.

Wegen der z.T. winzigen Größe der Teile dauert es geraume Zeit, bis ein Karton gefüllt und noch viel länger, bis eine versandfähige (Paletten-)Einheit erzeugt wurde. Während dieser Zeit müssen die Kartons gelagert und später auftragsbezogen zu Versandeinheiten zusammengestellt werden.

Wegen des hohen Wertes der Produkte und der Sonderwünsche der Abnehmer existieren insgesamt 9 verschiedene Ladungsträger für diese Kartons. Wenn auch die Kartonabmessungen hinsichtlich der Grundfläche modularisiert sind, so ergeben die spezifischen Anforderungen doch eine Bandbreite an unterschiedlichen Ausführungsformen, so dass sich Kartontyp und Ladungsträgernatur zu einer schier unendlichen Vielfalt an Palettierplänen multiplizieren. Ein weiteres Erschwernis ergab sich aus der Tatsache, dass die Aufträge stark fragmentiert sind, weil z.T. nur kleine Mengen bzw. auch Anbruchmengen in Kartons bestellt werden.

Diesen Prozess zu automatisieren, stellt für sich schon eine erhebliche Herausforderung dar; die finanziellen bzw. auch räumlichen Rahmenbedingungen ließen eine Realisierung der Automatisierung zunächst als schier aussichtslos erscheinen.

Trotzdem konnte dem Kunden geholfen werden, der bereits verschiedene Aufgabenstellungen sehr erfolgreich mit den Portalroboter-Experten aus Kamen gelöst hatte und folglich auch mit dieser Herausforderung auf RO-BER zuging.

Grundlage des Konzeptes war zunächst eine Flächenportal-Roboter-Lösung, um die Produkte in einem Bodenlager aufzupuffern und zu sortieren. Damit war jedoch nur ein Teil des Prozesses automatisiert, denn es ging auch darum, die Entladung von Rollgestellen aus der Produktion und die nachfolgende Palettierung auf die Versandträger automatisch durchzuführen. Dabei war zu beachten, dass es sowohl langsam drehende C-Produkte wie auch vergleichsweise schnell umgeschlagene A-Produkte in den Prozess zu integrieren gab.

Als Lösung wurde daher ein System mit 2 Flächenportalrobotern konzipiert, von denen der erste einerseits die Entladung der genannten Rollgestelle und andererseits die Vorlage der Paletten sowie die Palettierung übernahm. Gleichzeitig wurde die freie Fläche genutzt, um Kartons, die für einen schnellen Umschlag vorgesehen waren, mit kurzfristiger Verfügbarkeit bereit zu halten.

Andere Produkte werden auf einen Förderer abgesetzt, welcher die beiden Flächenportalroboter verbindet und die Kartons in einen größeren Roboter führt, wo sie aufgestapelt und zwischengepuffert werden. Die Größe dieses Roboters berechnete sich nicht nur aus der allgemeinen Verweilzeit der Kartons bis zur Auslieferung, sondern auch aus der Vielfalt der Produktionslinien sowie der gleichzeitig bearbeiteten Kundenaufträge. Die sich daraus ergebende Zahl an Stapelplätzen definierte das Flächenangebot des Systems.

Nach Fertigungsende für einen Auftrag bzw. nach Abruf von bestimmten Produkten beginnt dieser Pufferroboter auszulagern, wobei er die Kartons auf eine Förderstrecke setzt, die unterhalb der Zuführstrecke die Kartons zurück in den Bereich des ersten Roboters lenkt. Hier werden sie aufgenommen und zu Paletten für den Versand zusammengestellt.

In einer vorweg durchgeführten Simulation wurde erkannt, dass die Zahl der Stellplätze einerseits bzw. die Größe der verfügbaren Fläche für den Pufferroboter andererseits nicht ausreichen würde, um alle Eventualitäten abzufangen. Aus diesem Grunde wurde oberhalb der Förderstrecken eine Fläche geschaffen, auf die Kartons kurzzeitig zwischengelagert werden konnten. Dieser Bereich diente auch dazu, mit Start der Palettierung Kartons schnell verfügbar zu halten, um so einen hohen Palettierdurchsatz zu erreichen.

Das hört sich alles schon ziemlich kompliziert an, wurde jedoch dadurch noch wesentlich komplexer, dass natürlich auch gewisse Leistungs- und Ausbringungsvorgaben zu erbringen waren. Bei der Vielzahl der Bewegungsvorgänge einerseits und der langen, zurückzulegenden Strecken andererseits war dies nur möglich, in dem vornehmlich mehrfach gegriffen und umgesetzt wurde. D.h., dass jeweils zu untersuchen war, ob von einem Artikel mehrere Kartons zu einem – vorzugsweise – Vierer-Griff zusammengefasst werden konnten, um sie so einzulagern und später auch wieder aus dem Lager herauszuführen. Klar, dass damit eine Vervielfachung der Leistung erreicht werden konnte, klar aber auch, dass die damit verbundenen Abfragen und Fallentscheidungen zu einer erheblichen Komplizierung der Programmabläufe und Handhabungsvorgänge führten.

Im Resultat wurde mit der Portalroboteranlage ein Konzept realisiert, das alle Einzel-„Disziplinen“ der Materialhandhabung beinhaltet und mit Fug und Recht ein „Alleskönner“ genannt werden kann. Die Anlage besticht nicht nur durch ihre Vielseitigkeit auch im Hinblick auf zukünftige Prozessänderungen, sondern noch viel mehr durch die vergleichsweise konkurrenzlos preiswerten Realisierungskosten. Die Lösung der Aufgabe mit „klassischen“ Komponenten wie Sorter, AKL, Depalettierer, Palettierer hätte ein Vielfaches der entstandenen Kosten verursacht und nicht nur die Wirtschaftlichkeit der Automatisierung, sondern geradezu den Bestand des gesamten Produktionsstandortes in Frage gestellt.

So konnte mit einem unkonventionellen Konzept, innovativer Handhabungstechnik und intelligenter Intralogistik ein wichtiger Beitrag zur Standortsicherung geleistet werden. So wurde erreicht, dass die „lachenden Kühe“ der Normandie nicht völlig vereinsamen.

Bilderkennung: Mit den Augen des Roboters

LOGO_Bilderkennung: Mit den Augen des Roboters

Vollautomatische Getränkekommissionierung

LOGO_Vollautomatische Getränkekommissionierung

Ihre Merkliste ist noch leer.

Merkliste anzeigen



top

Der gewählte Eintrag wurde auf Ihre Merkliste gesetzt!

Wenn Sie sich registrieren, sichern Sie Ihre Merkliste dauerhaft und können alle Einträge selbst unterwegs via Laptop oder Tablett abrufen.

Hier registrieren Sie sich, um Daten der Aussteller- und Produkt-Plattform sowie des Rahmenprogramms dauerhaft zu speichern. Die Registrierung gilt nicht für den Ticket- und Aussteller-Shop.

Jetzt registrieren

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Vorteil Sichern Sie Ihre Merkliste dauerhaft. Nutzen Sie den sofortigen Zugriff auf gespeicherte Aussteller oder Produkte: egal wann und wo - inkl. Notizfunktion.
  • Vorteil Erhalten Sie auf Wunsch via Newsletter regelmäßig aktuelle Informationen zu neuen Ausstellern und Produkten - abgestimmt auf Ihre Interessen.
  • Vorteil Rufen Sie Ihre Merkliste auch mobil ab: Einfach einloggen und jederzeit darauf zugreifen.